Berlin Tattoo Convention: Grunge Streetwear & Tattoo-Kunst

Berlin Tattoo Convention: Grunge Streetwear & Tattoo-Kunst

Grunge Streetwear und Tattoo-Kunst gehören für uns untrennbar zusammen. Beide Welten entstehen aus Linien, Flächen, Kontrasten und Geschichten, die direkt auf der Haut oder im Stoff sichtbar werden. Als wir mit unseren Pieces auf der Berlin Tattoo Convention unterwegs waren, hatten wir das Gefühl, an einem Ort zu sein, an dem genau diese Verbindung gelebt wird: Zwischen summenden Maschinen, konzentrierten Artists und Besucher:innen, die ihren eigenen Stil ohne Kompromisse feiern. Für uns war das die perfekte Bühne, um zu zeigen, wie unsere Grunge Streetwear von Tattoo-Kunst beeinflusst wird – und wie sich beide gegenseitig inspirieren.

Die Berlin Tattoo Convention hat eine lange Tradition und zieht Menschen an, die das Handwerk und die künstlerische Tiefe hinter Tattoos schätzen. Es geht hier nicht um schnelle Trends, sondern um Linienführung, Motive, Komposition und jahrelange Erfahrung. Genau dieser Ansatz spricht uns bei RVNDM an. Unsere Pieces entstehen nicht, um kurz viral zu gehen, sondern um lange in Rotation zu bleiben – so wie ein gutes Tattoo, das man auch nach Jahren noch gerne im Spiegel sieht. Auf der Convention zu sein, hat für uns bestätigt, wie nah sich beide Welten sind: Streetwear als bewegte Leinwand, Tattoos als dauerhaftes Statement.

In diesem Beitrag nehmen wir dich mit auf die Berlin Tattoo Convention – durch unsere Augen, durch unsere Outfits und durch den Blick auf die Tattoo-Kunst, die uns täglich inspiriert. Wir erzählen, warum Grunge Streetwear für uns so gut in diese Szene passt, wie Motive und Stile aus der Tattoo-Welt ihren Weg auf Stoff finden und was diese Atmosphäre mit einem macht, wenn man mitten im Geschehen steht. Gleichzeitig halten wir den Fokus auf dem, was dort im Zentrum steht: der hohen handwerklichen Qualität, der künstlerischen Arbeit der Tattoo-Artists und der besonderen Energie dieser Convention.

Berlin Tattoo Convention: Tradition, Handwerk und Szene

Die Berlin Tattoo Convention hat sich über die Jahre zu einem Treffpunkt für Tattoo-Fans, Artists und Szenemenschen entwickelt, die Wert auf echte Handwerkskunst legen. Hier geht es nicht um austauschbare Massenware, sondern um individuelle Arbeiten, die auf der Haut bleiben sollen. Die Atmosphäre ist dicht: Maschinen surren, Gespräche über Motive, Heilungsverläufe und Stilrichtungen laufen parallel, und überall entstehen neue Entwürfe, die ein Teil von jemandes Geschichte werden.

Diese Convention steht für uns sinnbildlich für eine Haltung, die auch unsere Grunge Streetwear prägt: Es geht nicht darum, jedem Trend hinterherzulaufen, sondern den eigenen Weg zu finden. Viele der Artists, die dort arbeiten, haben über Jahre ihre Handschrift entwickelt – sei es durch klassische Linienarbeit, detailreiche Black-and-Grey-Shadings, grafische Elemente oder abstrakte Kompositionen. Diese Individualität spürt man an jedem Stand, in jedem Portfolio und in jedem frisch gestochenen Piece.

Als wir mit unseren RVNDM Outfits vor Ort waren, wurde schnell klar, wie sehr sich die Besucher:innen mit dieser Ästhetik identifizieren. Zwischen dunklen Shirts, verwaschenen Prints und roughen Schnitten wirkten unsere Teile fast wie eine Verlängerung der Motive, die auf der Haut zu sehen waren. Grunge Streetwear trifft Tattoo-Kunst – nicht als Show-Effekt, sondern als natürliche Begegnung zweier Kulturen, die sich gegenseitig seit Jahren beeinflussen.

Blick auf den RVNDM Stand auf der Berlin Tattoo Convention

Die Berlin Tattoo Convention ist zudem ein Ort, an dem man sehr schnell merkt, wie hoch der Anspruch an das Handwerk ist. Fehler lassen sich hier nicht mit Filtern kaschieren, und ein Tattoo kann nicht einfach „zurückgegeben“ werden. Diese Verantwortung, die Tattoo-Artists tragen, schwingt in jedem Arbeitsprozess mit: vom Designtalk über das Stencil bis zur letzten Linie. Dieses Bewusstsein für dauerhafte Arbeit inspiriert uns auch bei der Entwicklung von Grunge Streetwear – wir fragen uns, welche Details und Schnitte auch in ein paar Jahren noch funktionieren.

Gleichzeitig ist die Convention ein Schmelztiegel für Subkulturen. Metal, Hardcore, Punk, Grunge, Alternative – hier laufen Einflüsse zusammen, die auch unseren Stil prägen. Man sieht Bandshirts neben minimalistischen Blackwear-Outfits, vollgestochene Arme neben leeren Leinwänden, die darauf warten, gefüllt zu werden. Für uns war es selbstverständlich, mit unseren Pieces genau in diese Mischung hineinzugehen und zu schauen, wie sie sich in diesem Umfeld anfühlen.

Grunge Streetwear als bewegte Leinwand

Grunge Streetwear verstehen wir bei RVNDM als eine Art „bewegte Leinwand“. Wo Tattoos die Haut in ein dauerhaftes Kunstwerk verwandeln, bieten unsere Teile Fläche, Struktur und Textur für eine Optik, die ständig im Alltag unterwegs ist. Verwaschene Schwarz- und Grautöne, scheinbar zufällige Ausbleichungen, distressed Details und grafische Motive schaffen einen Look, der nie ganz clean, aber immer bewusst gesetzt wirkt.

Auf der Berlin Tattoo Convention haben wir besonders stark gespürt, wie nah diese Ästhetik an vielen Tattoo-Stilen ist. Kontraste zwischen Hell und Dunkel, bewusste Leerflächen, zonierte Flächenaufteilung – all das findet sich sowohl in einem guten Tattoo als auch in einem gelungenen Print wieder. Wir arbeiten oft mit starken Flächen, gebrochenen Kanten und Motiven, die sich nicht auf den ersten Blick erklären. Dadurch entsteht ein ähnlicher Effekt wie bei Tattoos, bei denen man erst beim genaueren Hinsehen erkennt, welche Geschichte dahinter liegt.

Viele Besucher:innen der Convention tragen Tattoos nicht nur als Schmuck, sondern als bewusst gewählte Marker ihrer Biografie. Genauso wählen sie auch ihre Kleidung: weniger als glattes Statement nach außen, sondern als Teil ihres selbstverständlichen Alltags. Grunge Streetwear passt hier gut hinein, weil sie diese Ecken und Kanten zulässt statt zu glätten. Stoff wird zum Spielplatz für Strukturen, Verläufe und Symbole – so wie die Haut für die Tattoo-Kunst.

Wie Tattoo-Kunst unsere Designs beeinflusst

Die Einflüsse aus der Tattoo-Welt sind in vielen RVNDM Pieces deutlich zu spüren. Es geht dabei nicht darum, Tattoo-Motive eins zu eins zu kopieren, sondern Prinzipien zu übernehmen, die das Tätowieren seit Jahrzehnten prägen. Klare Konturen, durchdachte Flächenaufteilung, bewusster Einsatz von Negativraum und prägnante Symbole sind zentrale Elemente, die wir auch in unseren Designs nutzen.

Viele Tattoos leben von der Kombination aus starken, lesbaren Hauptformen und feineren Details, die sich erst auf den zweiten Blick erschließen. Ähnlich arbeiten wir mit Prints, die nicht nur aus einem plakativen Element bestehen, sondern mehrere Ebenen vereinen. Ein Motiv kann aus Fernsicht als markante Fläche wirken, aus der Nähe aber Fragmenttexte, Strukturen oder subtilere grafische Bestandteile zeigen. Diese Mehrschichtigkeit macht für uns den Reiz aus – sowohl auf der Haut als auch auf Stoff.

Hinzu kommt die Art, wie Tattoo-Kunst mit Symbolik umgeht. Auch wenn Motive persönlich sind, wiederholen sich bestimmte Archetypen: Schädel, Tiere, florale Elemente, Augen, geometrische Formen. Bei RVNDM nutzen wir ähnliche Symbole, lösen sie aber teilweise aus ihren klassischen Bedeutungen und setzen sie in einen neuen, Grunge-orientierten Kontext. Dadurch entsteht eine offene Lesbarkeit, die Raum für individuelle Interpretation lässt – ähnlich wie bei Tattoos, deren Sinn oft nur die tragende Person wirklich kennt.

Besucherinnen und Besucher in RVNDM Outfits zwischen Tattoo-Ständen

Auf der Berlin Tattoo Convention wurde dieser Einfluss besonders sichtbar, wenn Menschen mit stark sichtbaren Tattoos unsere Pieces anprobiert oder getragen haben. Die Motive auf dem Stoff und auf der Haut fingen an, miteinander zu „sprechen“. Linien liefen weiter, Kontraste verstärkten sich, und ganze Outfits wirkten wie durchkomponierte Bilder. Dieser Effekt entsteht nicht zufällig, sondern weil dieselben visuellen Grundprinzipien am Werk sind.

Auch die Farbwelt spielt eine Rolle. Viele Tattoos auf der Convention setzten auf klare Schwarz-Grau-Paletten oder auf gezielt eingesetzte, kräftige Farben. In unserer Grunge Streetwear dominiert ebenfalls ein reduziertes Farbspektrum – Schwarz, Off-Whites, Grautöne, gelegentlich gebrochene Farben. So sticht die Tattoo-Kunst auf der Haut hervor, ohne dass die Kleidung dagegen „anschreit“. Stattdessen entsteht ein Zusammenspiel: Tattoos bringen Farbe und Formen, die Kleidung liefert Bühne, Rahmen und Kontrast.

Linien, Schattierungen und Stoffe

Wer sich mit Tattoo-Kunst beschäftigt, weiß, wie entscheidend Linienführung und Schattierungen sind. Eine Linie kann den gesamten Charakter eines Motivs verändern – zu hart, zu weich, zu unruhig, und das Bild kippt. Ähnlich wirken Nähte, Kanten und Stoffbrüche in der Streetwear. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Schnittführungen und Panels an Tattoos erinnern: stark abgesetzte Schulternähte, Einsätze, die wie grafische Flächen wirken, oder pigmentierte Waschungen, die an Schattierungsverläufe erinnern.

Auf der Convention haben wir viel beobachtet, wie Licht auf frisch gestochener Haut liegt, wie sich Schattierungen in der Bewegung verändern und wie stark der Körper selbst als „Trägerform“ mitentscheidet. Diese Eindrücke haben wir im Hinterkopf, wenn wir Stoffe auswählen: eher matte Oberflächen, die Licht nicht glatt reflektieren, sondern brechen; Strukturen, die an entschärfte Körnung erinnern; Waschungen, die ein Gefühl von Tiefe erzeugen, ohne aufgesetzt zu wirken.

So entsteht Grunge Streetwear, die zwar aus Baumwolle, Mischgewebe oder Denim besteht, aber eine ähnliche visuelle Spannung aufbauen kann wie eine gut gesetzte Tätowierung. Das Zusammenspiel aus Linie, Fläche, Schattierung und Trägerkörper bildet den gemeinsamen Nenner zwischen Tattoo-Kunst und Kleidung. Die Berlin Tattoo Convention war für uns ein perfektes Labor, um diese Parallelen live zu beobachten und direkt auf Outfits übertragen zu sehen.

Closer Shot von RVNDM Grunge Streetwear zwischen tätowierten Armen

Ein weiterer Aspekt ist die Langzeitwirkung. Tattoos sind für die Ewigkeit gedacht, unsere Kleidung nicht – aber wir wünschen uns, dass sie möglichst lange ein Lieblingsstück bleibt. Daher achten wir auf robuste Nähte, durchdachte Grammaturen und Schnitte, die Bewegungsfreiheit mit einer markanten Silhouette verbinden. Wenn du mit einem RVNDM Piece zwischen Tattoo-Ständen unterwegs bist, soll es sich so selbstverständlich anfühlen wie der Hoodie, den du schon seit Jahren trägst – nur eben mit einem Twist, der zur Energie der Szene passt.

All diese Designentscheidungen sind nicht losgelöst von der Realität der Menschen, die wir erreichen. Viele aus unserer Community sind selbst tätowiert, arbeiten in kreativen Berufen oder bewegen sich in Subkulturen, in denen Kunst und Alltag enger verwoben sind. Die Impulse von der Berlin Tattoo Convention fließen für uns in neue Drops ein – mal sichtbar als Motiv, mal nur als Stimmung, die wir in Form, Farbe oder Material aufnehmen.

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Zwischen Stichen und Stoff: Eindrücke von der Convention

Wenn man einen ganzen Tag oder ein Wochenende auf der Berlin Tattoo Convention verbringt, nimmt man die Intensität irgendwann körperlich wahr. Das permanente Summen der Maschinen, der leicht metallische Geruch, die Mischung aus konzentrierter Ruhe an den Liegen und der Lautstärke des Publikums – all das ergibt eine Atmosphäre, die schwer zu beschreiben, aber sofort wiedererkennbar ist. Genau diese Dichte an Eindrücken wollten wir in unseren Outfits spiegeln.

Wir sind mit einer Auswahl an RVNDM Pieces vor Ort gewesen, die das Spektrum von minimalistischer Grunge Streetwear bis hin zu stärker grafisch geprägten Designs abbilden. Viele Gespräche mit Besucher:innen drehten sich um die Geschichten hinter den Motiven – sowohl auf den Shirts als auch auf der Haut. Es war spannend zu sehen, wie Menschen Parallelen gezogen haben: „Das erinnert mich an den Stil von…“, „Die Linien passen zu meinem Sleeve“, „Der Print fühlt sich an wie ein Tourposter, das nie existiert hat.“

Gerade in einer Umgebung, in der es stark um Individualität geht, beobachten wir, wie wichtig Authentizität ist. Nichts wird schneller entlarvt als ein Look, der nur aufgesetzt ist. Grunge Streetwear funktioniert auf der Berlin Tattoo Convention genau deshalb, weil sie aus einer ähnlichen Haltung kommt: Es geht um das Zulassen von Brüchen, um Unperfektes, um das Sichtbar-Machen von Kanten. Die Outfits, die am meisten resoniert haben, waren selten die „glatten“, sondern die, in denen etwas Unberechenbares steckte.

RVNDM Stand mit Grunge Streetwear und tätowierten Besucher:innen auf der Berlin Tattoo Convention

Ein weiterer spannender Punkt war die Art, wie die Menschen ihre Tattoos und ihre Kleidung aufeinander abgestimmt haben. Manche setzen ihre Tattoos bewusst frei, indem sie ärmellose Tops oder weite Ausschnitte tragen, andere bauen Layering-Looks, bei denen Tattoos nur partiell sichtbar werden und dadurch fast wie versteckte Details wirken. Unsere Oversized-Fits, Cropped-Längen und variablen Hosen-Silhouetten geben Raum, mit diesen Ebenen zu spielen.

Die Berlin Tattoo Convention ist dabei kein hyperpolierter Laufsteg, sondern ein Ort, an dem sich echte Szenen mischen: Artists, Sammler:innen, Erste-Tattoo-Menschen, langjährige Veteran:innen. Genau das macht sie für uns als Brand so interessant. Wir sehen hier, wie unsere Grunge Streetwear in einem Umfeld funktioniert, in dem Stilentscheidungen sehr bewusst getroffen werden. Wer sich für ein großes Tattoo entscheidet, macht selten etwas „nur so“. Dieser Anspruch überträgt sich automatisch auch auf Kleidung.

Selbstbewusstsein, Stil und Mut zur eigenen Linie

Eine der stärksten Gemeinsamkeiten zwischen Tattoo-Kultur und Grunge Streetwear ist für uns der Mut zur eigenen Linie. Auf der Berlin Tattoo Convention begegnen wir Menschen, die sich bewusst dafür entschieden haben, nicht in jede Schublade zu passen. Sie lassen sich Motive stechen, die nicht massentauglich sein müssen, und tragen Outfits, die nicht darauf optimiert sind, jedem zu gefallen. Dieser Mut, sich nicht zu glätten, ist ein wichtiger Teil unserer DNA.

Viele der Personen, die wir getroffen haben, strahlen eine Mischung aus Gelassenheit und Entschlossenheit aus. Sie wissen, wer sie sind, was sie mögen, und sie nehmen in Kauf, dass nicht alle das verstehen. Genau dieses Selbstverständnis inspiriert uns bei RVNDM. Wenn wir neue Pieces entwickeln, fragen wir uns: Wird das Menschen ansprechen, die ihren eigenen Stil leben – auch wenn er nicht dem Mainstream entspricht? Wir designen nicht für alle, sondern für diejenigen, die sich in dieser Zwischenzone aus Musik, Kunst und Streetwear zuhause fühlen.

In diesem Sinne war die Berlin Tattoo Convention für uns nicht nur eine Bühne, sondern ein Spiegel. Wir haben viel mitgenommen: Eindrücke, Gespräche, Bilder im Kopf, Kontraste auf der Haut und im Stoff. All das fließt zurück ins Studio und taucht in zukünftigen Drops wieder auf – mal direkt, mal als Echo in Linien, Schnitten oder Stimmungen.

FAQ: Berlin Tattoo Convention, Grunge Streetwear und Tattoo-Kunst

Warum passt Grunge Streetwear so gut zur Berlin Tattoo Convention?

Grunge Streetwear und die Berlin Tattoo Convention teilen eine ähnliche Haltung: Es geht um Authentizität, Individualität und um den Mut, Ecken und Kanten sichtbar zu lassen. Viele Motive in der Tattoo-Kunst basieren auf starken Kontrasten, rauen Strukturen und persönlichen Geschichten. Unsere Pieces greifen genau diese Elemente auf – durch verwaschene Farben, grafische Prints und Schnitte, die nicht auf maximale Glätte ausgelegt sind, sondern auf Charakter.

Was unterscheidet Tattoo-Kunst von anderen visuellen Einflüssen in euren Designs?

Die Tattoo-Kunst arbeitet mit einem sehr hohen Anspruch an Beständigkeit. Eine Tätowierung bleibt, sie kann nicht einfach ausgetauscht werden. Dadurch entstehen andere Überlegungen bei Komposition und Symbolik. Diese Ernsthaftigkeit im Umgang mit Motiv und Fläche inspiriert uns stark. Während Poster, Screens oder Kleidung wechselbar sind, fordert ein Tattoo viel mehr Bewusstsein. Wir versuchen, diesen Respekt vor Motiven und Formen auf unsere Grunge Streetwear zu übertragen, ohne Tattoos zu imitieren.

Spielt die Berlin Tattoo Convention auch künftig eine Rolle für RVNDM?

Die Berlin Tattoo Convention ist für uns ein Ort, an dem sich viele Einflüsse bündeln, die uns als Brand bewegen: Musik, Kunst, Handwerk, Szene, Subkultur. Ob und wie oft wir als Marke in Zukunft dort vertreten sind, hängt von vielen Faktoren ab, aber die Eindrücke von vor Ort werden uns dauerhaft begleiten. Die Convention bleibt für uns eine wichtige Referenz, wenn wir darüber nachdenken, wo unsere Pieces im echten Leben auftauchen und mit welcher Energie sie sich verbinden.

Wie stark fließen einzelne Tattoo-Stile konkret in eure Kollektionen ein?

Wir orientieren uns weniger an einzelnen „Trends“ innerhalb der Tattoo-Szene, sondern eher an grundsätzlichen stilistischen Prinzipien. Dazu gehören klare Linien, bewusste Leerflächen, der Kontrast zwischen groben und feinen Strukturen oder die Kombination von Symbolen. Elemente aus traditionellen, japanischen, grafischen oder abstrakten Stilen können dabei in Details unserer Prints oder in der Art der Flächenaufteilung auftauchen, ohne dass wir direkt eine Stilrichtung kopieren.

Kann man RVNDM Outfits gezielt zu bestimmten Tattoos „matchen“?

Viele aus unserer Community nutzen Kleidung bewusst, um ihre Tattoos zu betonen oder zu kontrastieren. Oversized-Shirts können Sleeves rahmen, Cropped-Schnitte lassen Bauchtattoos sichtbar werden, und monochrome Looks geben farbigen Motiven Raum. Unsere Grunge Streetwear ist nicht als „Tattoo-Mode“ im engen Sinn gedacht, aber sie funktioniert in einem Umfeld, in dem Tattoos eine große Rolle spielen, besonders gut. Durch die reduzierte Farbwelt und die roughen Texturen entsteht ein harmonisches Gesamtbild.

Welche Rolle spielt Tattoo-Kunst für euch persönlich als Brand?

Tattoo-Kunst ist für uns eine direkte Nachbarin unserer eigenen Arbeit. Viele Menschen, die unsere Pieces tragen, lassen sich auch tätowieren oder arbeiten selbst in kreativen Bereichen. Wir sehen Tattoos als eine Form der Selbstinszenierung, die nicht auf schnelle Effekte setzt, sondern auf langfristige Identifikation. Diese Haltung deckt sich mit unserem Wunsch, Pieces zu machen, die tiefer gehen als ein einmaliger Trend. Die Berlin Tattoo Convention hat uns darin bestärkt, diesen gemeinsamen Nenner weiter auszubauen.

Wird es eigene Kollaborationen mit Tattoo-Artists geben?

Die Idee, direkt mit Tattoo-Artists zusammenzuarbeiten, liegt in der Luft. Konkrete Projekte hängen davon ab, welche Künstler:innen stilistisch zu RVNDM passen und wie wir gemeinsame Konzepte entwickeln können, die beiden Seiten gerecht werden. Uns ist dabei wichtig, dass Kollaborationen nicht nur ein kurzer Hype sind, sondern im besten Fall einen eigenständigen Charakter entwickeln. Die Berlin Tattoo Convention ist ein Umfeld, in dem viele dieser Gespräche überhaupt erst entstehen können.

Wie kann man über zukünftige Aktionen rund um Tattoo-Kunst und Streetwear informiert bleiben?

Wer sich für die Schnittstelle aus Tattoo-Kultur und Grunge Streetwear interessiert, bleibt am besten über unseren Newsletter und unsere Kanäle auf dem Laufenden. Dort teilen wir nicht nur neue Drops, sondern auch Background-Stories, Einblicke in unser Studio und Berichte von Events wie der Berlin Tattoo Convention. So bekommst du mit, wenn aus einem Eindruck vor Ort ein neues Design, eine Kollaboration oder eine weitere Story aus der Szene wird.

Fazit: Wenn Grunge Streetwear und Tattoo-Kunst dieselbe Sprache sprechen

Die Berlin Tattoo Convention hat uns einmal mehr gezeigt, wie nah sich die Welten von Grunge Streetwear und Tattoo-Kunst sind. Beide entstehen aus der Lust an Linien, Formen, Störungen und Kontrasten. Beide feiern Menschen, die bereit sind, ihren eigenen Weg zu gehen, auch wenn er nicht überall Applaus bekommt. Und beide leben von Communities, die mehr suchen als glatte Oberflächen: Sie wollen Geschichten, Haltung und eine Ästhetik, die sich mit ihnen zusammen weiterentwickelt.

Für uns als Brand war die Convention ein Raum, in dem sich viele Fäden zusammengezogen haben. Unsere Outfits trafen auf tätowierte Körper, auf Artists mit langjähriger Erfahrung, auf Besucher:innen, die sich mutig und selbstverständlich zeigen. Grunge Streetwear wurde zu einer Art Bindeglied zwischen Tattoo-Linien und Alltag – nicht, weil wir das so geplant haben, sondern weil dieselben Werte dahinterstehen: Respekt vor Handwerk, Liebe zum Detail und Offenheit für Imperfektionen.

Wenn du unsere Pieces trägst, bewegst du dich vielleicht nicht jeden Tag durch eine Messehalle voller Tattoo-Maschinen. Aber die Energie, die wir dort gespürt haben, steckt in vielen Entscheidungen, die wir beim Design treffen: Welche Stoffe wir wählen, wie Prints aufgebaut sind, welche Schnitte wir bevorzugen. All das soll dir das Gefühl geben, dass du keinen „Kostüm-Look“ anziehst, sondern etwas, das zu deiner eigenen Story passt – egal, ob deine Haut voll ist mit Kunst oder noch komplett frei.

Berlin Tattoo Convention: Über Grunge Streetwear und Tattoo-Kunst – für uns ist das nicht nur ein Titel, sondern eine Momentaufnahme einer Verbindung, die wir weiter ausbauen wollen. Zwischen Studio, Convention, Bühne und Straße wird es auch in Zukunft neue Berührungspunkte geben. Und wir sind gespannt, welche Outfits und welche Tattoos sich beim nächsten Mal begegnen.

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